Kokosöl: 10 Möglichkeiten, wie du es verwenden kannst

Kokosöl 10 Möglichkeiten
Verfasst von Andrea

Stell dir vor du wärst auf einer einsamen Insel, mitten in der Karibik. Um dich herum nichts als glasklares Wasser und feiner Sandstrand. Fernab von jeglichem Stress entspannst du im Schatten einer Palme und genießt eine erfrischende Kokosnuss. Ihr tropischer Duft steigt langsam in deine Nase und verleiht dir ein Gefühl von Sommer und Urlaub. Das hört sich für dich zu schön an um wahr zu sein? Zumindest den letzten Punkt kannst du dir ganz leicht selbst erfüllen, indem du hier und da etwas Kokosöl in deinem Alltag einbaust. Der intensive und sommerliche Duft des Öls zaubert auch an jedem noch so kalten und dunklen Tag einen Hauch von Urlaub in dein Leben. Und das beste daran – du kannst damit gleichzeitig deiner Gesundheit und deinem Aussehen etwas Gutes tun! 10 tolle Möglichkeiten Kokosöl zu verwenden möchte ich dir heute vorstellen.

Wie wird Kokosöl hergestellt?

Für die Herstellung von Kokosöl wird ausschließlich das weiße Fruchtfleisch der Kokosnuss verwendet. Der wesentliche Unterschied beim Kauf des Öls liegt in der Verarbeitung der Frucht. Man unterscheidet dabei zwischen dem industriellen und dem biologischen, kaltgepressten Herstellungsverfahren. Bei beiden Varianten wird das Fruchtfleisch zuerst geraspelt beziehungsweise zerkleinert. Danach beginnen jedoch schon die Unterschiede. Während beim industriellen Verfahren die Raspeln getrocknet und danach oft lange gelagert werden, werden bei der Kaltpressung die frischen Kokosstückchen direkt ohne Erhitzung schonend gepresst. Dadurch bleiben die Nährstoffe erhalten und das Öl hat eine höhere Qualität. Bei der industriellen Methode werden die Bestandteile für die mechanische Pressung erneut erhitzt und danach häufig mit Chemikalien versetzt, um die Konsistenz, den Geschmack und den Geruch zu verändern. Somit gehen nicht nur wertvolle Nährstoffe verloren, sondern es wird zusätzlich ungesunde Chemie hinzugefügt. Beim Kauf von Kokosöl rate ich dir deshalb genau darauf zu achten, ausschließlich zu biologisch angebautem nativem Öl zu greifen.

#1 Kochen

Die wohl naheliegendste Anwendung von Kokosöl liegt beim Kochen. Vor allem zum Braten ist das Öl ideal geeignet, da es auch bei hohen Temperaturen nicht so leicht spritzt und anders als bei anderen Speiseölen bei der Erhitzung keine giftigen Stoffe frei werden. Beim Kauf solltest du darauf achten möglichst natives, kaltgepresstes Bio-Kokosöl zu kaufen, da dieses schonend hergestellt wird und deshalb mehr Nährstoffe erhält. Zudem wird Kokosöl importiert und ist somit meist nicht sehr klimafreundlich, indem es Bio-Qualität besitzt kannst du zumindest auf die Produktionsweise und die Herkunft des Öls achten.

#2 Feuchtigkeitsspender

In der Kosmetik werden Öle aller Art, unter anderem auch zum Spenden von Feuchtigkeit für die Haut, verwendet. Kokosöl eignet sich hierfür besonders gut, da es nicht nur für das Gesicht, sondern für den ganzen Körper angewendet werden kann. So brauchst du nicht mehr 10 verschiedene Produkte in deinem Badschrank, denn schon ein Glas des duftenden Öls genügt für alle Anliegen. Mein Tipp: Creme deine Haut nicht im trockenen Zustand, sondern wenn sie noch feucht ist, ein. So kann sie mit Hilfe des Kokosöls die Feuchtigkeit besser speichern und trocknet weniger schnell aus. Am Besten trägst du es vorwiegend auf trockene Hautstellen im Gesicht oder beispielsweise auf dem Ellenbogen oder den Händen auf.

#3 Make-Up Entferner

Abschminktücher und Co. sind häufig voller Chemie, reizen die Haut und verursachen zudem Unmengen an Müll. Eine einfache und umweltfreundliche Alternative bietet das Kokosöl! Dafür benötigst du nicht mehr als eine kleine Menge des Öls, das du auf die Stelle aufträgst, die du reinigen möchtest. Du lässt es kurz einwirken und wäscht es anschließend mit einem Waschlappen, den du in warmes Wasser tränkst, ab. Sollten danach noch Rückstände übrig bleiben kannst du den Vorgang einfach wiederholen. Dies funktioniert bei Mascara, aber auch bei Foundation oder Lippenstift. Bei Anwendung am Auge pflegst du die Hautpartie dadurch automatisch mit und stärkst gleichzeitig das Wimpernwachstum.

#4 Ölziehen zur Entgiftung

Bereits in dem Artikel 10 alte Hausmittel neu entdeckt habe ich dir vom Ölziehen berichtet. Der Brauch aus der indischen Heilkunst, dem Ayurveda, besteht darin einen Löffel Öl etwa 20 Minuten auf nüchternen Magen im Mund zu ziehen und dadurch Giftstoffe aus dem Körper zu befördern. Für diese Entgiftungsmethode eignet sich Kokosöl ideal, da es antibakterielle Eigenschaften aufweist und dazu noch lecker nach Kokosnuss schmeckt. Durch regelmäßiges Ölziehen stärkst du dein Immunsystem, pflegst deine Zähne und als i-Tüpfelchen werden diese sogar noch weißer!

#5 Haarpflege

Auch in Sachen Haarpflege lässt sich Kokosöl vielfältig einsetzen. Hast du besonders trockenes und strapaziertes Haar? Dann verwende es doch als Haarkur. Gebe etwas Kokosöl in die noch feuchten Längen und Spitzen und lasse es einwirken. Wasche es danach mit warmem Wasser wieder aus den Haaren – und fertig ist die natürliche Haarkur! Bei regelmäßiger Anwendung kannst du so deine Haare dauerhaft pflegen und schützt sie vor Haarausfall. Solltest du unter Schuppen leiden, kann für dich Kokosöl ebenfalls eine einfache Lösung sein. Massiere eine kleine Menge des Öls in kreisenden Bewegungen in die Kopfhaut ein und wiederhole dieses Vorgehen mehrmals pro Woche. Wie im Gesicht kann bei Anwendung auf noch nasser Kopfhaut diese umso besser mit Feuchtigkeit versorgt werden.

#6 Körperpeeling

Um dein Verwöhnprogramm perfekt zu machen, darf natürlich auch ein gründliches Peeling deiner Haut nicht fehlen. So entfernst du nicht nur Hautschüppchen, sondern pflegst deine Haut gleichzeitig. Kokosöl in Kombination mit Honig ist das Dream-Team in Sachen antibakterieller Wirkung. Mit diesem Peeling bekämpfst du unreine Haut und beugst Unreinheiten in Zukunft vor. Mit meinem Körperpeeling zum Selbermachen aus Kokosöl und Kaffeesatz bringst du den ultimativen Sommerduft in dein Badezimmer und kannst dem nass-kalten Wetter ein wenig entfliehen.

#7 Etiketten lösen

Du willst Marmelade kochen, doch das alte Etikett lässt sich einfach nicht richtig vom Glas lösen? Auch hier ist Kokosöl die perfekte Lösung! Schluss mit stundenlang in heißem Wasser einweichen lassen und danach trotzdem die Fingernägel ruinieren, weil das Wegkratzen einfach nicht richtig funktioniert. Reibe das Etikett mit Kokosöl ein und lasse es kurz einwirken. Danach sollte es sich samt Kleberesten einfach entfernen lassen und du kannst das Glas nach Belieben weiterverwenden.

#8 Sonnenschutz

Unser Alleskönner, das Kokosöl, lässt sich sogar als Sonnenschutz verwenden. Jeder Mensch besitzt einen natürlichen Lichtschutzfaktor seiner Haut, welcher festlegt wie lange man sich ohne Hilfsmittel in der Sonne aufhalten kann, ohne dass die Haut Schaden nimmt. Das Auftragen von Kokosöl kann diesen natürlichen Schutz der Haut verlängern. Dies gilt jedoch vor allem für Menschen, die keinen sehr hellen Hautton besitzen und deren Haut bereits vorgebräunt und an die Sonne gewöhnt ist. Natürlich ersetzt das Öl keine reguläre Sonnencreme, aber bei kurzen Aufenthalten in der Sonne verleiht es dir einen sommerlichen Glanz und kann deine Haut schützen und gleichzeitig pflegen. Als After-Sun-Pflege ist das Kokosöl allerdings perfekt für jeden Hauttyp geeignet und spendet der strapazierten Haut die Pflege, die sie dringend braucht.

#9 Leder aufbereiten

Deine Lieblingslederschuhe hast du schon so oft getragen, dass sich fast schon Risse bilden und Regen, Schnee und Streusalz strapazieren sie im Herbst und Winter noch zusätzlich? Besonders gut kannst du sie pflegen, indem du mit einem Stofftuch etwas Kokosöl gleichmäßig in das Leder einreibst. Danach entfernst du die Reste mit einem zweiten, sauberen Tuch. Das macht das Glattleder wieder schön geschmeidig und glänzend. Dieser Trick lässt sich übrigens auch bei Ledertaschen, Jacken und Ähnlichem anwenden.

#10 Holzpflege

Es gibt nichts Schlimmeres als Glasränder auf einem Echtholztisch, weil wieder jemand vergessen hat einen Untersetzer zu verwenden. Immer wieder ist mir das schon passiert und egal wie viel ich versuche, die Flecken gehen einfach nicht mehr richtig weg. Um das zu vermeiden öle ich meinen Tisch mittlerweile regelmäßig ein. Das pflegt das Holz und Flecken sind nicht mehr so stark sichtbar. Mit einer Mischung aus 100g Kokosöl und 20g Bienenwachs kannst auch du dir deine eigene Holzpolitur für Tische, Möbel und Küchenutensilien aus Holz herstellen. Dazu die beiden Komponenten leicht erhitzen, alles gut umrühren, in ein verschließbares Glas geben, abkühlen lassen und fertig ist die Politur. Diese kannst du in kreisenden Bewegungen mit einem Baumwolltuch auf die Holzoberfläche einmassieren und nach dem Einwirken mit einem sauberen Tuch darüber polieren. Und schon erstrahlt das Holz in neuem Glanz!

Teile gerne deine bisherigen Erfahrungen mit Kokosöl mit mir und schreibe mir einen Kommentar, wenn du eine der 10 Anwendungsmöglichkeiten ausprobiert hast! Ich freue mich auf deine Rückmeldung und hoffe, dass der ein oder andere Punkt hilfreich für dich ist.

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