Darmgesundheit: 10 Tipps für eine gesunde Mitte

Darmgesundheit
Verfasst von Sintre Redaktion

Der Darm ist ein Organ der Superlative: Mit einer Länge von 12 Metern und einer Gesamtoberfläche eines halben Fußballfeldes spielt er eine zentrale Rolle für unser allgemeines Wohlbefinden. Er ist der Sitz unserer Intuition, verarbeitet Sinneseindrücke, leitet Empfindungen an das Gehirn weiter und ist maßgeblich an der Steuerung unserer Emotionen beteiligt. Als Zentrum unseres Körpers arbeitet er selbständig ohne die Steuerung des Gehirns und reguliert sich von selbst. Bei Störungen oder Erkrankungen ist er jedoch auf zusätzliche Hilfe angewiesen: Wir haben 10 Tipps für eine bessere Darmgesundheit!

Was schadet dem Darm?

Die Ernährung und Lebensführung haben einen immensen Einfluss auf die Gesundheit des Magen-Darm-Traktes! Der Darm ist mit seiner Mikrometer dünnen Wand sehr empfindlich, reagiert blitzschnell auf Hektik, Stress und Unverträgliches. Als besonders schädlich für die gesunde Darmflora erweisen sich Antibiotika, Fast Food, industrielle Speiseöle, Zucker, chemische Zusatzstoffe, Dauerstress und Alkohol. Die Folgen äußern sich durch allgemeines Unwohlsein, Blähungen, Völlegefühl, Durchfall und Verstopfungen!

Anzeichen einer gestörten Darmfunktion:

  • Ständige Müdigkeit
  • Durchfall
  • Blasenentzündung
  • Gewichtszunahme
  • Saures Aufstoßen
  • Depressionen
  • Neurodermitis
  • Allergien
  • Immunschwäche
  • Rheuma

Darmflora aufbauen: 10 Tipps für eine bessere Darmgesundheit

Tipp 1: Probiotika für die Darmgesundheit

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, „gute“ Bakterienstämme oder Milchsäurebakterien. Sie kommen durch eine Einnahme von Probiotika lebendig in den Darm und können sich dort ansiedeln, um schädliche Bakterien zu bekämpfen, die Darmbewegung zu stimulieren und Vitamin K zu produzieren. Entweder nimmst du diese Bakterienstämme über Kapseln und Tropfen ein oder führst sie mittels probiotischer Lebensmittel deinem Körper zu.

Probiotische Lebensmittel:

  • Kefir: Kefir ist ein fermentiertes Milchgetränk, welches mit dem sogenannten Kefirpilz aus dem Kaukasus angesetzt wird. Diese Kefir-Knöllchen enthalten etwa 30 verschiedene Stämme Bakterien und Hefen, was Kefir zu einem stärkeren Probiotikum macht als Naturjoghurt.
  • Buttermilch: Wichtig ist, dass es sich dabei um ein ungesüßtes Naturprodukt handelt! Wie auch bei den Sauermilchprodukten Joghurt und Kefir sorgen hier die Milchsäurebakterien für eine gesunde Darmschleimhaut und fördern eine schnellere Ausscheidung von Giftstoffen. Buttermilch ist außerdem reich an Kalzium für Zähne, an Kalium für eine gesunde Herzmuskulatur und an den Vitaminen A, C, D, E und K für Haut und Nerven.
  • Quark: Bei Sportlern ist die Proteinquelle besonders beliebt! Quark enthält viele Vitamine, Magnesium, Kalzium und Phospor. Auch bei äußeren Beschwerden wie Schwellungen, Ausschläge oder einem starken Sonnenbrand hilft das Wundermittel.
  • Brottrunk: Die lebenden Milchsäurebakterien sorgen für eine gesunde Darmflora, helfen dem Körper bei Verstopfung, Völlegefühl, Blähungen und Durchfall.
  • Hefe: In Hefen finden sich kleine Mini-Lebewesen, welche zu den Pilzen zählen und bestimmte Lebensmittel vergären lässt. Stärke und Zucker werden also zu Alkohol und Kohlendioxid. Spezielle Arten der Hefe werden unter anderem zum Backen, zum Bier brauen und zur Weinherstellung verwendet. Lebende Hefepilze sorgen für ein gesundes Gleichgewicht der Darmflora.
  • Apfelessig: Wie auch bei den fermentierten Milchprodukten ist der Apfelessig ein Produkt der Gärung. Im Gärungsprozess werden Milchsäurebakterien gebildet, welche für unsere gesunde Darmflora sehr gesund sind!

Tipp 2: Präbiotika für eine gesunde Darmflora

Präbiotika sind Ballaststoffe, die den „guten“ Darmbakterien Kraftfutter bieten. Diese sind in erster Linie in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten zu finden. Präbiotika lassen das Wachstum nützlicher Keime steigern. Wichtig: Diese Lebensmittel verbessern zwar die Darmflora, aber bei übermäßigem Verzehr können auch sie zu Blähungen und Verdauungsproblemen führen.

Präbiotische Lebensmittel:

  • Vollkornprodukte: Die Einnahme von Vollkornprodukten kann Diabetes vorbeugen, unterstützt beim Abnehmen und ist dazu noch gesund für den Darm! Sie liefern viele B-Vitamine wie Magnesium, Mineralstoffe, Eisen, Selen, Zink und komplexe Kohlenhydrate.
  • Leinsamen und Flohsamen: Leinsamen bestehen zu einem Drittel aus pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren, welche Entzündungen im Körper hemmen. Außerdem sind Leinsamen reich an Ballaststoffen, welche im Körper aufquellen und die Krankheitserreger mitreißen können.
  • Spargel: Durch seine Folsäure und seinen hohen Vitamin C-Gehalt wird die Darmschleimhaut stabilisiert. Der Spargelfaserstoff Inulin kräftigt die Darmflora und Tryptophan sorgt für Wohlbefinden nach dem Essen!
  • Äpfel: In der Schale eines Apfels befindet sich die Fruchtsäure Pektin, welche als Ballaststoff fungiert und die Vermehrung der Darmmikroben fördert.
  • Brokkoli: Es lohnt sich, das beliebte Gemüse in den wöchentlichen Speiseplan aufzunehmen! Denn Brokkoli hilft nicht nur bei Magenbeschwerden, sondern senkt das Risiko einer chronischem Darmentzündung wesentlich.
  • Artischocken: Als Gemüse und Heilpflanze helfen sie bei Völlegefühl und wirken verdauungsfördernd und entgiftend. Sie regt die Gallen- und Leberfunktion an, was sich wiederum positiv auf einen gereizten Darm auswirkt.
  • Gemüse: Bestimmte Gemüsesorten wie Artischocken, Zwiebeln und Knoblauch, Chicorée und Schwarzwurzel enthalten den präbiotischen Ballaststoff Inulin, welcher das Wachstum der „guten“ Darmbakterien fördert.

Tipp 3: Regelmäßig Fasten für eine bessere Darmgesundheit

„Fasten ist die Speise der Seele“, heißt es in einem bekannten Sprichwort! Durch regelmäßige Fasteneinheiten unterstützt du deinen Körper dabei, Gifte oder Bakterien auszuscheiden. Außerdem eignen sich Fasten-Kuren oder Entgiftungs-Kuren als Einleitung einer langfristigen Ernährungsumstellung und unterstützt eine Gewichtsreduktion. Vorsicht: Nur gesunde und belastbare Menschen sollte das Fasten wagen! Bei mehr als sieben Tagen sollte ein Arzt zurate gezogen werden.

 Tipp 4: Gras- und Kräutersäfte

In grünen Pflanzenanteilen ist der pflanzliche Farbstof Chlorophyll enthalten, der dem menschlichen Hämoglobin ähnelt und zur Reinigung des Blutes beiträgt. Außerdem harmonisiert der Pflanzenfarbstoff den Säure-Basen Haushalt und fördert damit die Darmgesundheit. Grassäfte sind Säfte mit einem hohen Anteil an Weizen- und Gerstengras, zu den Wildkräutern gehören Löwenzahn, Giersch und Vogelmiere. Diese kannst du mit Obst oder Gemüse zu einem Smoothie mixen.

Tipp 5: Langsam Essen und sorgfältig kauen

Ein kleines Experiment zum Ausprobieren: Kaue deine Mahlzeit, insbesondere Vollkornprodukte und Nüsse, bis zu 40 Mal. Du wirst staunen, wie gut bekömmlich deine  Mahlzeiten ab sofort sein werden. Übliches Völlegefühl, Bauchweh oder Blähungen bleiben dir dadurch nämlich erspart.

Tipp 6: Natürliche Enzyme einnehmen

Der Körper produziert zwar auf natürlichem Wege Enzyme für eine gesunde Verdauung, dennoch kann es nicht schaden, zusätzliche Enzympräparate zu sich zu nehmen. Denn besonders im Alter nimmt die Menge der produzierten Enzyme oft ab. In den besagten Präparaten können Proteasen, Lipasen, Amylasen, Celluase, Lactasen, etc. enthalten sein, welche die Verdauung maßgeblich unterstützen.

Tipp 7: Milchprodukte reduzieren

Besonders Kuhmilchprodukte können zu enormen Verdauungsproblemen führen. Neben einer Laktose-Unverträglichkeit kann das an der verschleimenden, stopfenden Wirkung des Milcheiweißes liegen. Wenn du nicht ganz sicher bist, ob deine Beschwerden von der Milchunverträglichkeit kommen, mache einfach einen Selbsttest: Verzichte drei Wochen lang auf Kuhmilchprodukte und ersetze diese durch Mandel-, Reis- oder Sojadrinks! Bemerkst du eine deutliche Besserung deiner Beschwerden, ist es besser, Milchprodukte komplett zu vermeiden. Mittlerweile gibt es ja tolle Alternativen!

Tipp 8: Gluten meiden für einen gesunden Darm

Gluten kann zu Durchfällen und chronischen Verstopfungen führen: Immer häufiger werden Gluten-Unverträglichkeiten diagnostiziert. Diese äußern sich durch Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gelenkschmerzen oder Konzentrationsschwäche. Hast du den Verdacht auf eine Unverträglichkeit? Dann solltest du deinen Verzehr von Gluten in Getreideprodukten oder Vollkornprodukten reduzieren. Auch hier gibt es mittlerweile leckere Alternativen!

Tipp 9: Stress bekämpfen

Unser Darm registriert Alarmsignale des Körpers: Dauerstress kann die Darmfunktion enorm beeinträchtigen, die Darmflora verändern und andere Probleme hervorrufen. Nimm dir auch mal ein bisschen Zeit für dich und deinen Körper!

Tipp 10: Regelmäßige Bewegung

Sport wirkt Wunder bei einer Darmstörung! Durch Bewegungsmangel wird der Darm träge und verstopft nach und nach. Regelmäßige sportliche Betätigungen wie Joggen, Spaziergänge, Work Outs, Pilates, Schwimmen, etc. helfen ihm wieder auf die Sprünge! Auch wenn du ein Sportmuffel bist, kannst du im Alltag mehr Bewegung einbauen, indem du zum Beispiel die Treppe anstelle des Aufzugs wählst oder häufiger das Auto durch das Rad ersetzt!

Was ist eine Darmsanierung oder Darmreinigung?

Eine Darmreinigung ist eine Art Großputz in deinem Darm! Funktioniert der Darm reibungslos, ist er in der Lage, sich selbst zu regenerieren und zu reinigen. Über Stuhlgang, Nieren, Leber und Haut werden die Stoffe ausgeschieden, die der Körper nicht braucht. Eine Darmreinigung kann den Darm bei seiner Arbeit unterstützen: Nahrungsreste und Giftstoffe werden entfernt und die Darmflora wieder ins Gleichgewicht gebracht. Es gibt viele verschiedene Arten der Darmsanierung wie etwa durch die Einnahme von Flohsamenschalenpulver, Leinsamen, Bentonit oder Zeolith, Probiotika oder ganz allgemein eine Darm- und darmflorafreundliche pflanzenbasierte Ernährung.

Ziele einer Darmreinigung:

  • Abbau von Entzündungsprozessen im Darm
  • Regulierung der Darmflora
  • Entlastung von Leber und Nieren
  • Ausscheidung von Bakterien und Pilzen
  • Regeneration und Heilung der Darmschleimhaut

Was tust du für deine gesunde Mitte? Berichte gerne in den Kommentaren von deinen Erfahrungen und Maßnahmen für eine bessere Darmgesundheit! Viel Spaß beim Lesen und Testen unserer Tipps, dein Sintre-Team!

Wichtiger Hinweis: Bitte beachte, dass es sich bei unseren Tipps für eine bessere Darmgesundheit um allgemeine Hinweise handelt. Bei Allergien und anderen gesundheitlichen Einschränkungen und Bedenken empfehlen wir, einen Arzt aufzusuchen und übernehmen keinerlei medizinische Haftung.

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