Fashion Week Teil I: Sportalm Kitzbühel und Rebekka Ruétz

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Verfasst von Franziska

Auf der Fashion Week in Berlin für Herbst/Winter 2017 hatten wir die Möglichkeit viele Shows zu sehen und für Dich nach den neuesten Trends zu suchen. Im ersten Teil gibt es Berichte zu den Shows von Sportalm Kitzbühel und Rebekka Ruétz.

Die Location

Die Fashion Week fand dieses Mal im ehemaligen Kaufhaus Jandorf statt. Das Kaufhaus liegt unmittelbar beim Weinbergspark im Szeneviertel Berlin Mitte. Es wurde bereits 1904, zu DDR Zeiten, gegründet. Die Fassade ist aus Naturstein und erinnert daher an eine sehr historische Kulisse. In den Räumlichkeiten drehte sich schon immer alles um Mode. Von 1927 bis 1945 übernahm der Kaufhauskonzern Hermann Tietz das Gebäude. Anschließend fand das „Haus der Mode“ der DDR seine Heimat. Hier wurde nicht mehr Mode produziert, sondern auch vorgeführt und ausgestellt. Mittlerweile darf das Gebäude für Ausstellungen und Kunstprojekte genutzt werden. Welche Location ist also perfekter für eine Fashion Week in Berlin?

Sportalm Kitzbühel

Die erste Show für mich auf der diesjährigen Fashion Week in Berlin war Sportalm Kitzbühel. Sportalm steht für coole Mode aus Österreich. Winterliche Mode steht hier vor allem im Blickfeld, sodass der Laufsteg an eine Ski-Piste oder bergige Landschaft erinnert. Auf der Berlin Fashion Week präsentierten sie ihre neue Herbst-/Winterkollektion aus der Hand von Chefdesignerin Ulli Ehrlich. Das Label ist nun schon zum 3. Mal bei der Fashion Week in Berlin dabei. Sportalm ist nicht bekannt für Puristik, sondern für dekorative Stücke. Der Mix mit sportiven Elementen macht die Mode aus. Hier waren eindeutige Trendthemen und -farben zu erkennen. Die ersten Looks auf dem Laufsteg standen unter dem Thema Marine. Marineblau, Streifen, Knöpfe und Applikationen dominieren die Looks. Dazu kombiniert Sportalm Braun, überwiegend Cognac und Beige. So trifft eine bedruckte Lammfellweste aus Fake Fur auf ein schimmerndes Goldkleid. Weiter wurde das Thema Ethno und Blümchen aufgegriffen. Als Kontrastelemente und Blickfang dienen Gelb, Hellblau, Grün und Rot. Weiter wurde mit Schwarz-Weiß Kontrasten und verschiedenen Grautönen gearbeitet. Auch Trendfarbe Rosequarz fand in der Kollektion ihren Platz. Überall tauchen dekorative Elemente auf: Es wird überwiegend mit Kunstpelz gearbeitet, ob bei Mützen, Kragen, Ärmeln oder als Stola. Die Liebe zu Details ist spiegelt sich auch in Stickereien, Broschen in Blumenform und passenden Accessoires wie Tüchern und Hüten wider. Mein Fazit: Tragbar mit Wow-Effekt.

Rebekka Ruétz

Die Shows von Rebekke Ruétz verfolge ich nun schon einige Jahre. Die Kollektion trägt in der Herbst/Wintersaison 2017/18 den Titel „Whatever“. Inspiriert wurde die Designerin von den 80er Jahren und der Antimoderne. Es wird mit Formen und Silhouetten experimentiert und aufregende Looks geschaffen. Denn der Fokus liegt ganz klar auf den Schnitten. Zart trifft auf hart, Kleider mit Spaghettiträgern werden zu Rollkragenpullis getragen. Print trifft auf Strick und Matt auf Schimmer. Samt wird zu Metallic-Patina getragen. Farblich dominieren Schwarz, Rostbraun, Grau, Gelb und Beige die Kollektion. Dazwischen finden sich pastellfarbene und grelle Töne. Rebekka Ruétz zaubert extravagante Looks mit stilbrechendem Materialmix und flippigen Prints auf den Laufsteg. Die Kollektion spielt mit Formen, sie sind aufgebläht bis abstrakt. Wo andere Designer auf hauteng und körperbetont setzen, arbeitet Rebekka Ruétz mit Volants und Schluppen, die auf dem Catwalk um die Körper der Models schwingen. Dazu kommen weite Schnitte, Oversize Mäntel und Capes. Taillengürteln verleihen den Outfits wiederum eine feminine Silhouette. Auch die Schuhe sind extravagant: Overknees aus Samt oder glänzender Optik werden genauso eingesetzt wie Metallic-Pumps mit Glitzersöckchen. Rebekka Ruétz setzte interessante Akzente und überzeugt mit ihrer Ungewöhnlichkeit.

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