Gastgeschenke selber machen: Grillgewürz und Kräuter-Öl

Selbstgemachtes Grillgewürz und Kräuter-Öl
Verfasst von Andrea

Die Grillsaison ist in vollem Gange – da dürfen die richtigen Gewürze und Kräuter-Öle natürlich nicht fehlen! Egal ob du die Grill-Must-Haves selber genießen möchtest oder sie als kleines Geschenk mit zur Grillparty bringst, ich zeige dir in einfachen Schritten wie du dir dein eigenen Grillgewürz und Kräuter-Öl zubereitest.

Grillgewürz

Ich habe mein persönliches Grillgewürz nach Art des Magic Dust Rub abgestimmt, diese Mischung kommt ursprünglich – wie soll es anders sein – aus dem grillbegeisterten Amerika. Sie wird besonders gern in Pulled Pork oder Spare Ribs verwendet, schmeckt aber auch zu allem anderen Grillgut super lecker. Sogar Beilagen wie Gemüse oder Grillkäse lassen sich verfeinern. Die Wundermischung passt zu sehr vielen Lebensmitteln und schmeckt einfach jedem!

Grillgewürz als Gastgeschenk

Einkaufsliste:

  • 4 EL Paprika (edelsüß)
  • 2 EL Salz
  • 2 EL Puderzucker
  • 2 EL Chilipulver
  • 2 EL Kreuzkümmel
  • 2 EL Knoblauchpulver
  • 1 TL Senfpulver
  • 1 TL Schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Cayennepfeffer (Chilipulver)

Für die Verzierung:

  • Glas mit Schraubverschluss
  • Etikett
  • Juteband

So einfach geht’s!

Schritt 1: Gewürze abwiegen und vermischen

Wiege alle Gewürze deiner Einkaufsliste ab und vermische sie anschließend gut miteinander.

Schritt 2: Grillgewürz umfüllen

Fülle dein fertiges Grillgewürz in ein schönes Glas, hierbei kannst du dir einen Trichter zur Hilfe nehmen.

Schritt 3: Verzierung

Befestige ein beschriftetes Etikett mit einem Juteband an deinem Glas.

Kräuter-Öl

Kräuter-Öl lässt sich im Handumdrehen selber machen und du benötigst nicht einmal viele Zutaten dazu, ich verrate dir alles über die Herstellung.

Kräuter-Öl mit Brot

Einkaufsliste:

  • Öl
  • Kräuter
  • Eventuell Geschmacksbringer

Für die Verzierung:

  • Flasche mit luftdichtem Verschluss
  • Etikett
  • Juteband

Das richtige Öl:

Nicht jedes Öl ist für dein selbstgemachtes Kräuter-Öl geeignet. Achte darauf, dass dein Öl neutral schmeckt und somit nicht das Aroma der Kräuter überdeckt. Ich empfehle dir folgende Öle: Sonnenblumenöl, Distelöl, Sojaöl und Rapsöl. Sie haben wenig Eigengeschmack.

Die besten Kräuter:

Ob ganz frisch aus deinem Kräutergarten oder die getrocknete Variante vom Wochenmarkt, grundsätzlich kannst du alle Kräuter für dein Kräuter-Öl verwenden. Besonders gut eignen sich allerdings geschmacksintensive Kräuter, sie haben einen hohen Anteil an ätherischen Ölen und geben viel Aroma ab. Falls du dir jetzt schon ein paar Gedanken darüber machst, welches deiner Küchenkräuter du einlegen sollst, dich aber nicht entscheiden kannst – kein Grund zur Panik! Du musst dich nicht auf eine Kräutersorte beschränken, sondern kannst je nach Geschmack, deine persönliche Kräuter-Öl-Varianten herstellen. Tipp: Salbei, Thymian und Rosmarin geben getrocknet mehr Aroma ab, während Borretsch, Pfefferminze und Basilikum am besten frisch verarbeitet werden sollten.

Weitere Zutaten für dein persönliches Kräuter-Öl:

Noch mehr Geschmack bringen Zutaten wie Knoblauch, Zwiebel, Pfefferkörner und Kümmel in dein Öl. Diese und andere Geschmacksbringer machen dein Kräuter-Öl noch leckerer.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Flasche mit Kräutern füllen

Gib Kräuter und Geschmacksbringer deiner Wahl in eine Flasche. Ob du die Zutaten zerkleinerst, bleibt dir überlassen. Zerschnittene Kräuter setzten mehr Aromen frei, können jedoch beim Verzerr stören und müssen vor dem Gebrauch aus dem Öl gesiebt werden. Ich persönlich finde es optisch schöner die Blätter und Zweige ganz zu lassen.

Kräuter werden in Flasche gegeben

Schritt 2: Flasche mit Öl füllen

Fülle die Flasche mit Öl und pass auf, dass alle Zutaten bedeckt sind und verschließe die Flasche luftdicht. Lagere sie für mindestens vier Wochen an einem dunklen und kühlen Ort, sodass die Kräuter genug Zeit haben ihre Aromen abzugeben.

Kräuter-Öl selber machen: Öl einfüllen

Schritt 3: Verzierung

Verziere die Flasche indem du ein hübsches Etikett, mit Hilfe eines Jutebandes, am Flaschenhals befestigst.

Kräuter-Öl wird verziert

Wie lange ist das selbstgemachtes Öl haltbar?

Lagerst du dein Öl nach Anbruch an einem kühlen, dunklem Platz ist es problemlos bis zu vier Monaten haltbar. Wichtig! Die Blätter sollten immer mit Öl bedeckt sein, ansonsten können sie schimmeln. Entferne deshalb Kräuter die aus dem Öl herausschauen.

Chili- und Knoblauchliebhaber aufgepasst!

Nicht nur Kräuter verfeinern Öl, sondern Chili und Knoblauch genauso! Die Herstellung von Chili- und Knoblauch-Öl ähnelt der Herstellung von Kräuter-Öl.
So kannst du dein Knoblauch-Öl daheim ganz leicht selberherstellen: Schäle eine Knoblauchzehe, zerkleinere sie grob, lege sie in das Öl, abwarten – fertig.
Etwas Schärfe gefälligst? Dann ist dieses Chili-Öl genau das Richtige für dich! Wasche die Chilischoten und gebe sie im Ganzen in deine Flasche. Auch bei diesen zwei Ölen dauert es vier Wochen bis sich der Geschmack entfaltet hat.

Viel Spaß beim Verschenken und gemeinsamen Schlemmern!

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