Samenbomben selber machen

Samenbomben selber machen
Verfasst von Andrea

Werfen, Wässern, Wachsen: Das Prinzip der Samenbomben ist einfach – Die Herstellung ist es auch! Wir zeigen dir in einer Schritt-für-Schritt Anleitung, wie du in Kürze ganz einfach deine eigenen Samenbomben formen kannst. Mit einem Wurf karge Flächen in der Stadt, den eigenen Garten oder den Balkon mit bunten Blümchen begrünen: Was für eine tolle Idee dachten wir uns und haben das Ganze gleich mal für dich getestet. Viel Spaß beim Nachmachen!

Was sind Samenbomben?

Samenbomben sind eine tolle Methode, um triste Flächen zu begrünen. Die Kügelchen sind ein Gemisch aus Erde, Tonpulver oder Bentonit (Katzenstreu) und Samen. Am besten eignen sich Samen für heimische Pflanzen wie Sonnenblumen, Ringelblumen, Mohn, Margeriten, Kamille, Kornblumen oder Lavendel. Denn Wildblumen-Mischungen locken besonders Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an und sind damit nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch noch sehr praktisch. Wichtig: Natürlich darf man die kleinen Bomben nicht überall abwerfen. Sie sollten nur im urbanen Raum verwendet und keinesfalls in Naturschutzgebieten oder landwirtschaftlich genutzten Flächen eingesetzt werden. Übrigens: Auch Gemüsesorten sind wunderbar geeignet für den Anbau durch Saatgutbomben!

Das brauchst du für die Saatgutbomen:

  • 5 Handvoll Tonpulver oder Bentonit (Katzenstreu ohne Duftstoff)
  • 5 Handvoll torffreie Erde 
  • 1 Handvoll ausgewählte Samen
  • Mörser (wenn du Katzenstreu nutzt)
  • Wasser
  • Eierkarton
  • Schüssel
Samenbomben selber machen

Samenbomben: Schritt-für-Schritt Anleitung

Schritt 1: Erde fein sieben

Zuerst siebst du die Blumenerde fein, gibst sie in eine Schüssel und mischt die Samen unter. Die Erde sollte torffrei sein, denn diese enthält oftmals Tonminerale und Lavagranulate, um die Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit zu erhöhen.

Schritt 2: Bentonit fein mörsen

Als Nächstes gibst du das Katzenstreu in einen Mörser und reibst es zu einem feinen Pulver. Dann gibst du das Pulver (alternativ Tonpulver oder Tonerde) zu dem Erde-Samen-Gemisch in eine Schüssel und vermischt das Ganze. Das Bentonit hält die Kugeln in ihrer Form zusammen und schützt das wertvolle Saatgut vor der Witterung und hungrigen Tierchen.

Samenbomben selber machen

Schritt 3: Samenbomben formen

Jetzt gibst du tröpfchenweise Wasser hinzu und knetest die Masse zu einem Teig. Aus diesem Teig formst du walnussgroße Kugeln und legst diese zum Trocknen in eine Eierschachtel. Am besten stellst du sie zum Trocknen an einen nicht zu warmen und gut durchlüfteten Ort.

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Schritt 4: Trocknen lassen und verteilen

Die kleinen Saatgutbomben brauchen ca. 2 Tage. Für die Ungeduldigen: Die Kügelchen kann man auch im Backofen bei niedriger Temperatur backen und trocknen lassen. Sind sie getrocknet, kannst du deine Samenbomben auch schon abwerfen. Nun ist Geduld gefragt – und schon bald kannst du deinem Garten in seiner bunten Pracht bewundern! Die Samenbomben kannst du aber auch bis zu zwei Jahre an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren.

Samenbomben selber machen

Tipp: Um die Samen vor hungrigen Vögeln, Tierchen und Wind zu schützen, kannst du deine Samenbomben mit einer Tonschicht ummanteln. Dafür einfach Tonpulver mit Wasser anreichern und zu einer Schale formen, Samenbombe ins Innere legen und die Schale schließen.  

Samenbomben selber machen

Wir wünschen dir viel Spaß beim Formen und Abwerfen deiner Samenbomben! Schreibe gerne in die Kommentare von deinen Ideen, Erfahrungen und Tricks beim Begrünen deines Gartens.

 

 

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