Vogelfutter selber machen

Vogelfutter selber machen
Verfasst von Andrea

Besonders jetzt in den kälteren Monaten von November bis Ende Februar kann es für Vögel sehr hilfreich sein, zusätzliche Futterstellen in Form von Meisenknödeln oder Futterglocken in Gärten zu finden. Richtig füttern bedeutet aber auch ganzjährig füttern: Denn auch im heißen Sommer ist es mittlerweile schwieriger für Wildvögel, ausreichend Insekten oder Futter zu finden. Viel schöner als gekauftes Vogelfutter finde ich aber DIY Vogelfutter! Eine sehr schöne Idee, die man auch gemeinsam mit seinen Kindern umsetzen kann. Ich zeige dir in einer Schritt-für-Schritt Anleitung, wie du ganz einfach Vogelfutter selber machen kannst!

Welcher Vogel frisst was?

Grundsätzlich wird zwischen Weichfutterfressern und Körnerfressern unterschieden: Amseln, Drosseln und Rotkehlchen bevorzugen beispielsweise weiche Nahrung wie Äpfel, Rosinen, Getreideflocken oder Würmer, während Finkenarten wie Bergfinken, Buchfinken oder Kernbeißer reichhaltige Körnergemische, Sonnenblumenkerne, Mohn und Hafer fressen. Willst du den Wildvögeln das ganze Jahr über Gutes tun, kannst du regelmäßig Sonnenblumenkerne verteilen. Denn die fressen beinahe alle Vogelarten gerne.

Wo sollte das Futter angeboten werden?

Auch hier unterscheiden sich die Fressgewohnheiten der verschiedenen Vogelarten stark: Weichfutterfresser wie Amseln und Drosseln verschmähen hohe Futterstellen. Diese findet man stattdessen meistens am Boden, wohingegen andere Vogelarten wie beispielsweise Meisen hängende Futterstellen in der Höhe bevorzugen.

Was du für das selbstgemachte Vogelfutter benötigst

  • Ausstechförmchen oder Silikonförmchen
  • Alufolie und Backpapier
  • Vogelfutter aus dem Supermarkt oder alternativ eine Mischung aus verschiedenen Körnern, Nüssen und Haferflocken
  • Kokosfett (vegane Version) oder Rindertalg
  • Strohhalme oder Holzstäbchen
  • Schnur zum Aufhängen

Vogelfutter selber machen: So geht‘s

Schritt 1: Kokosfett schmelzen

Zuerst lässt du einen Teil Kokosfett in einen Topf oder in der Mikrowelle schmelzen und gibst anschließend in einem Mischverhältnis von 1:1 die Körnermischung aus Haferflocken, Weizenkleie, Sonnenblumenkerne und Rosinen hinzu und vermischt diese zu einer Masse.

DIY Vogelfutter

Schritt 2: Masse in Förmchen einfüllen

Diese Masse füllst du danach in die kleinen Silikon- oder Ausstechförmchen, die am besten mit einer doppellagigen Schicht Alufolie als Boden und an den Seiten unterlegt sind. Solltest du dickere Plätzchen machen wollen, kannst du die Alufolie einfach höher um die Ausstechformen herumwickeln. Platziere die aufgefüllten Plätzchen auf einem Backpapier, sodass das Fett nicht durch die Alufolie auf den Tisch laufen kann.

Vogelfutter selber machen

Schritt 3: Plätzchen aufhängen

Sind die Förmchen befüllt, steckst du ein Holzstäbchen oder ein Stück Strohhalm in das Körnergemisch, sodass an dieser Stelle nach dem Aushärten der Masse ein Loch zum Aufhängen entsteht. Danach lagerst du sie am besten auf einem Teller im Kühl- oder Gefrierschrank. Sind die ersten Plätzchen abgekühlt und erhärtet, kannst du sie mit einer Schnur auffädeln und an geeigneten Stellen in deinem Garten aufhängen.

Schritt 4: Vogelfutter anbringen

Unser Futter ist ein buntes Körnergemisch und daher für Kernbeißer wie Finkenarten geeignet. Am besten hängen wir sie also etwas höher an Sträuchern oder Bäumen auf. Wenn du das Vogelfutter länger aufbewahren möchtest, kannst du es einfach in deinem Gefrierschrank lagern und je nach Bedarf verwenden.

Tipps für richtiges Füttern

  • Wenn du doch lieber zu gekauftem Vogelfutter greifen möchtest, achte darauf, die Plastiknetze zu entfernen, bevor du sie aufhängst. Stattdessen kannst du das Futter in eine Siloform einfüllen, an denen sich Vögel nicht verletzen können.
  • Hast du keine Förmchen zur Hand, kannst du die Masse auch einfach zu Kügelchen formen und auf einen Holzstab stecken. Sind sie erhärtet, platzierst du den Futterstab einfach in der Erde in deinem Garten.
  • Ganz wichtig: Eine regelmäßige Reinigung der Futterstellen und auch Nistkästen falls vorhanden! Denn oft sind viele verschiedene Vogelarten an den Futterstellen aktiv und laufen Gefahr, einander Krankheiten zu übertragen.
  • Je mehr Vögel in deinem Garten aktiv sind, desto schöner. Sorgst du für verschiedene Nahrungsquellen wie Stauden, Sträuchern oder Beeren suchen viele verschiedene Wildvogelarten deinen Garten regelmäßig auf! Und je mehr Pflanzen und Blumen du beherbergst, desto mehr Insekten tummeln sich in deinem vogelfreundlichen Garten.

Die DIY-Aktion macht sehr viel Spaß als Gemeinschaftsprojekt. Kommen die Tiere dann nach und nach in deinen Garten, ist es besonders schön, sie beim morgendlichen Kaffee zu beobachten und ihrem Gesang zu lauschen. Schreibe gerne von deinen Erfahrungen in die Kommentare! Viel Spaß beim Ausprobieren!

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