Organische Dünger für Pflanzen

Natürlichen Dünger selber machen
Verfasst von Sintre Redaktion

Kaffeesatz, Eierschalen, Kartoffelwasser oder gebrauchte Teebeutel: Bloß nicht entsorgen! Dein Bio-Müll, fettarme Milch oder gebrauchtes Kochwasser machen sich nämlich super als organische Dünger für deine Zimmer- oder Gartenpflanzen! In diesem Beitrag erfährst du, wie du Haushaltsabfälle und anderen Bio-Müll als effektiven Dünger einsetzen und deinen Garten- und Zimmerpflanzen eine Freude machen kannst!

Organische Dünger: Haushaltsabfälle

Dünger #1: Kaffeesatz

Alter Kaffeesatz enthält Stickstoff, Kalium und Phosphor und ist damit der perfekte Dünger für Rosen, Geranien und Rhododendron. Durch ihn wird das Wachstum und die Blütenbildung gefördert, sowie die Samenbildung der Pflanze angeregt. Wichtig: Der Kaffeesatz sollte getrocknet und verteilt sein, wenn man ihn in die Erde einharkt, da der feuchte Kaffee sonst schnell schimmeln kann. Auch auf dem Komposthaufen ist Kaffeesatz sehr nützlich, da durch ihn Regenwürmer angelockt werden, welche für eine schnellere Kompostierung sorgen.

Dünger #2: Bananenschalen

Die Inhaltsstoffe der Bananenschale fördern die Bildung von neuen Blüten und Blättern. Klein geschnitten und in die Erde eingeharkt erweisen sich die Schalen besonders bei Rosen als Effektiv! Tipp: Verwende Bio-Bananenschalen, sodass durch das Gießen und den Regenguss keine schädlichen Stoffe in die Erde gelangen können.

Dünger #3: Koch- und Mineralwasser

Kochwasser von beispielsweise Brokkoli, Spargel, Kartoffeln oder Eiern ist nach dem Auskochen der Lebensmittel reich an Mineralien, welche das Pflanzenwachstum fördern. Wichtig: Das Wasser sollte nicht gesalzen sein. Auch abgestandenes Mineralwasser lässt sich als natürlicher Dünger für Zimmer- und Gartenpflanzen einsetzen.

Dünger #4: Magermilch

In Magermilch sind zahlreiche Nährstoffe und Aminosären enthalten, welche zum Beispiel das Wachstum von Tomaten fördern. Dafür mischt du fettarme Milch und Wasser im Verhältnis von 1:8 und gießt dieses Gemisch wie gewöhnt auf deine Beete.

Dünger #5: Holzasche

Auch Asche aus dem Kamin eignet sich als organischer Dünger für deine Pflanzen: Einfach einen Teil unter die Erde mischen. Die Holzasche sollte frei sein von Plastikpartikeln oder anderen künstliches Bestandteilen. Da die Asche stark alkalisch ist, sollte man damit keine Pflanzen düngen, welche einen niedrigen pH-Wert gewöhnt sind, wie zum Beispiel Kamille oder Lavendel. Wichtig: Nur Asche von unbehandeltem Holz, Stroh, Pflanzenmaterialien und nicht glänzend bedrucktem Papier verwenden.

Dünger #6: Teebeutel

Alte Teebeutel wirken ähnlich wie Kaffeesatz: Einfach den Beutel nochmal aufgießen und abgekühlt auf die Erde geben. Schwarzer Tee beispielsweise senkt den pH-Wert für Pflanzen, welche leicht saure Böden lieben (Orchideen, Azaleen). Auch ein Tee aus Zwiebelschalen erweist sich als nährstoffreiche Stärkung für Pflanzen.

Dünger #7: Eierschalen

Eierschalen bestehen aus Caliumcarbonat und geben in die Erde eingearbeitet Mineralien an die Pflanzen ab. Wie bereits erwähnt lässt sich auch das Kochwasser von gekochten Eiern als Bio-Dünger verwenden.  

Organische Dünger

Dünger #8: Bier

Was mit dem übrig gebliebenen, abgestandenen Bier machen, welches nach einem gemütlichen Abend stehen geblieben ist? Bier ist reich an natürlichen Nährstoffen und Kohlenhydraten, welche die Mikroorganismen im Boden aktivieren. Wichtig: Maximal 2 mal pro Woche anwenden. Auch für die Bekämpfung von Schädlingen wie Schnecken kann Bier sehr hilfreich sein. Einfach ein Glas in den Garten stellen – Die Schnecken werden angelockt und ertrinken im Bier.

Dünger #9: Kompost

Als Material für den Kompost eignen sich beinahe alle pflanzlichen Garten- und Küchenabfälle. Äste, Zweige, Gräser und den Biomüll aus der Küche solltest du zuerst zerkleinern, sodass die Verrottung schneller voranschreitet. Wichtig sind ein optimaler Feuchtigkeitshaushalt und ein schattiges Plätzchen: Sollte es für längere Zeit nicht regnen, solltest du deinen Kompost regelmäßig befeuchten. Bei zu starkem Regen ist es ratsam, den Komposthaufen mit einer Plane abzudecken. Tipp: ein- bis zweimal solltest du deinen Kompost auflockern und umsetzen, sodass die äußeren Materialien ins Innere kommen, wo der Rotteprozess am intensivsten verläuft.

Dünger #10: Haare

Das ausgekämmte Fell deines Haustieres oder abrasierte Barthaare lassen sich tatsächlich auch als Dünger einsetzen: Einfach klein schnippeln und unter die Pflanzenerde mischen. Durch die Haare werden Nährstoffe an die Pflanzen abgegeben. Diese lösen sich jedoch nur sehr langsam auf und sind besonders geeignet für langsam wachsende Zimmer- und Gewächshauspflanzen, sowie Orchideen. 

Organische Dünger: Vorteile

  • Durch den Upcycling-Prozess sind sie so gut wie umsonst, da man die Materialien sonst nur wegwerfen würde.
  • Umweltfreundliche und Organische Methode
  • Langanhaltende Düngewirkung
  • Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und Aufbau von Humus
  • Versorgung der Bodenorganismen (Vitamine, Spurenelemente, Mineralien, etc.)
  • Stärkung des Wasserhaltevermögens des Bodens

Verwendet man organische Dünger, nutzt man die im Nährstoffkreislauf schon vorhandenen Nährstoffe. Sie sind also umweltfreundlicher und nachhaltiger als mineralische Dünger. Erzähle uns gerne in den Kommentaren von deinen Dünge-Methoden, Tipps und Tricks, Dein Sintre-Team!

1 Kommentar

  • Das ist ja wunderbar. Ich war voll begeistert, wieviel Neues ich erfahren habe. Sei es für den Garten-Balkon, Kochen oder Nähen. Großes Lob an Alle. Vielen Dank

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