Bindegewebe stärken: Dein Weg zu straffer Haut

So bekommst du schönere Haut
Verfasst von Sintre Redaktion

Der Sommer ist die Zeit der kurzen Röcke und Kleider. Doch viele Frauen fühlen sich damit nicht ganz wohl. Der Grund: schwaches Bindegewebe, Dellen in der Haut und Dehnungsstreifen.

Ein schwaches Bindegewebe ist bei Frauen (jeden Alters!) eigentlich etwas ganz Natürliches und nichts, wofür man sich schämen müsste. Du möchtest trotzdem etwas zur Stärkung Deines Bindegewebes beitragen? Dann haben wir Dir hier ein paar einfache Tipps zusammengestellt, die Dir dabei helfen können.

Bindegewebe stärken: Was ist das Bindegewebe überhaupt?

Das Bindegewebe eines Menschen durchzieht seinen ganzen Körper und beschränkt sich nicht auf die Haut. Es dient auch als Schutz für Muskeln und Organe. Es besteht dabei nicht nur aus Zellen, beispielsweise Fettzellen, sondern auch aus zellfreier Substanz. Dazu zählen Wasser, Eiweiße und Kollagenfasern.

Frauen sind weitaus häufiger von schwachem Bindegewebe betroffen als Männer. Das liegt an der Anordnung der Bindegewebsstrukturen: Bei Frauen liegen sie parallel und sind nicht, wie bei Männern, längs und quer miteinander vernetzt. Das schwächere Bindegewebe der Frauen hat dabei einen ganz praktischen Grund: Die Haut kann sich während einer Schwangerschaft ausdehnen.

Um ihr Bindegewebe trotzdem zu stärken, greifen daher viele Frauen auf teure Cremes zurück. Das braucht es aber gar nicht: Es gibt einige einfache und natürliche Wege, um das Bindegewebe zu straffen. Mit unseren Tipps kannst Du Dir und Deinem Bindegewebe etwas Gutes tun.

Bindegewebe stärken durch Hausmittel

Massagen

Massagen stärken das Bindegewebe

Massagen sind ein wirksames Mittel, um das Bindegewebe zu stärken. Sie kurbeln den Stoffwechsel an und stärken die Durchblutung des Bindegewebes. Bindegewebsmassagen solltest Du zweimal die Woche durchführen.

Du musst dafür aber nicht viel Geld bei Fachkräften ausgeben, sondern kannst sie auch bequem zuhause durchführen:

  • Massiere morgens und abends jeweils für je fünf Minuten Deine Beine. Fasse dazu mit Deinen Händen um den Oberschenkel, sodass sich deine Daumen berühren. Streiche mit Druck von den Knien bis zur Hüfte. Wiederhole den Vorgang solange bis die Haut gut durchblutet ist und sich rot färbt.
  • Danach streichst Du mit der flachen Hand von den Knöcheln bis zu den Knien. Dann zupfst Du leicht an den Waden. Zum Schluss klopfst Du Dein gesamtes Bein mit einer lockeren Faust ab. Durch die Massage wird die Durchblutung angeregt, wodurch die Haut glatter und frischer erscheint. Diese Übungen kannst Du übrigens auch an Armen und Händen wiederholen.

Kneippen

Wassertreten – auch „Kneippen“ genannt – bezeichnet eine Anwendung der Wasserheilkunde nach Sebastian Kneipp. Dazu existieren an vielen Orten öffentlich zugängliche Kneipp-Anlagen. Das Kneippen soll den Kreislauf in Schwung bringen und die Durchblutung der Haut verbessern.

  • Grundvoraussetzung beim Kneippen ist, dass sich Deine Füße vor Beginn warm anfühlen.
  • Danach trittst Du in kaltem Wasser auf der Stelle. Dabei solltest Du ein Bein immer vollständig aus dem Wasser heben und die Fußspitze nach unten beugen.
  • Sobald Du ein starkes Kältegefühl an den Füßen und Schenkeln spürst, verlässt du kurz das Wasser. Hast du Deine Beine wieder erwärmt, kannst Du in das Wasser zurückkehren.
  • Diesen Vorgang wiederholst du mehrfach. Bist du mit dem Wassertreten fertig, streifst Du Deine Füße nur ab und erwärmst sie, indem Du Dich ein bisschen bewegst.

Aufgrund des warmen Wassers weiten sich die Gefäße zuerst, bevor sie sich durch das kalte Wasser wieder verengen. So wird der Kreislauf aktiviert und die Durchblutung der Haut verbessert sich. Außerdem trainiert es die Kapillargefäße. Das ist für die Vorbeugung von Krampfadern hilfreich – einer Folge schwachen Bindegewebes.

Hinweis: Verzichte lieber auf das Kneippen, wenn Du an einer Harnwegsinfektion, Blasen- oder Nierenkrankheit oder arteriellen Durchblutungsstörung leidest!

Wechselduschen

Falls Du keine Kneipp-Möglichkeit in der Nähe hast, kannst Du den Effekt auch zuhause nachmachen: mit dem sogenannten Wechselduschen. Darunter versteht man das abwechselnde Duschen mit kaltem und warmem Wasser, was das Bindegewebe in den Beinen stärken soll.

  • Dusche Deine Beine zuerst an der Vorderseite von den Knöcheln bis zu den Knien kalt ab.
  • Dann wanderst Du mit dem kalten Wasserstrahl an der Beinrückseite wieder nach unten.
  • Wiederhole den Vorgang im Anschluss mit warmem Wasser.
  • Nach mehreren Durchgängen solltest Du die Anwendung mit kaltem Wasser abschließen.

Wichtig: Die Wechseldusche schließt mit kaltem Wasser ab, damit sich die Blutgefäße wieder zusammenziehen können!

Körperpeelings

Schwaches Bindegewebe und seine Folgen, zum Beispiel Cellulite, sind größtenteils genetisch bedingt. Es ist also nicht möglich, die Orangenhaut mithilfe von Peelings einfach glatt zu schrubben. Da sich aber so abgestorbene Hautschüppchen entfernen lassen, wird das Hautbild zumindest optisch verbessert. Außerdem kannst Du so auch die Durchblutung der Haut fördern.

Es ist dabei gar nicht nötig, auf teure Körperpeelings zurückzugreifen. Peelings lassen sich ganz einfach aus Haushaltsprodukten herstellen. Wir empfehlen Dir dazu unseren Artikel über Körperpeelings zum Selbermachen.

Bindegewebe stärken durch Ernährung

Viel trinken

Das Bindegewebe besteht in seiner zellfreien zu einem Großteil aus Wasser. Das Bindegewebe braucht also Flüssigkeit, um seine Funktionen normal ausführen zu können.

Wasser mit Beeren und Zitrone

Du solltest daher idealerweise 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee pro Tag zu Dir nehmen, mindestens aber 30 ml pro Kilogramm Körpergewicht.

Lebensmittel

Auch mit den richtigen Lebensmitteln kannst Du helfen, Dein Bindegewebe zu stärken. Hier solltest Du darauf achten, viel Vitamin C zu Dir zu nehmen. Das trägt nämlich zur Kollagenbildung bei. Vitamin C ist vor allem in Obst und Gemüse enthalten, insbesondere in:

  • Paprika
  • Zitrusfrüchten
  • Beeren
  • Kiwi

Ebenso wichtig für die Kollagenbildung sind die Aminosäure Lysin und der Mineralstoff Zink. Lysin kommt vor allem in Milchprodukten, Vollkornprodukten, Walnüssen und Erbsen vor. Zink findet sich unter anderem in Haferflocken und Kürbiskernen.

Die Elastin-Produktion kannst Du durch kupferhaltige Lebensmittel ankurbeln:

  • Pilze
  • Fisch
  • Nüsse
  • Linsen

Ein weiteres wichtiges Vitamin ist Niacin bzw. Vitamin B3. Es trägt zur Erhaltung normaler Haut und einem normalen Energiestoffwechsel bei. Enthalten ist es unter anderem in:

  • Fleisch
  • Innereien
  • Fisch
  • Kartoffeln
  • Eiern

Vermeiden solltest Du hingegen Zucker (auch Fruktose wie in Säften aus der Packung), Weißmehlprodukte und Wurstwaren. Auch Kaffee, stark verarbeitete Milchprodukte, Chips und Pommes können ein schwaches Bindegewebe fördern. Alle Lebensmittel mit einem hohen Zucker- oder Salzanteil sind schädlich. Aber das heißt nicht, dass Du auf alle diese Lebensmittel komplett verzichten musst: Genieße sie lieber in Maßen!

Do’sDon’ts
Obst und GemüseWeißmehl
VollkornprodukteZucker
FleischWurstwaren
FischKaffee
NüsseSüßigkeiten

Auf unserem Blog findest du dazu viele coole und vor allem gesunde Rezepte, zum Beispiel ein leckeres selbstgemachtes Kürbiskernbrot aus Roggenmehl oder geröstete Kichererbsen, die viel Kupfer und Zink enthalten.

Bindegewebe stärken durch Sport

Fitness

Ein super Hilfsmittel für ein starkes Bindegewebe ist ausreichende Bewegung. Wenn Du Dich sportlich betätigst, baust Du nicht nur Muskeln auf. Du förderst auch die Durchblutung des Bindegewebes.

Besonders hilfreich ist dabei Kraftsport. Kraftsport hilft Dir, Gewicht abzunehmen. Denn je höher Dein Anteil an Muskelmasse, desto höher ist auch der Energieverbrauch. Und das lässt die Pfunde purzeln!

Fitness zuhause

Bedenke weiterhin, dass Du nicht einzelne Körperpartien gezielt trainieren kannst. Es bringt also nichts, bei Dellen im Oberschenkel nur die Oberschenkel zu trainieren. Ein ganzkörperlicher Ansatz ist wichtig. Wir empfehlen Dir zum Einstieg unseren Artikel über Bauch- und Rückentraining für Anfänger.

Faszientraining

Nicht nur Fitnessübungen können Dir helfen, Dein Bindegewebe zu stärken. Auch das Training Deiner Faszien kann einen positiven Einfluss haben. Doch was sind „Faszien“ eigentlich? Üblicherweise ist damit einfach das Bindegewebe gemeint! Faszientraining meint also das Training Deines Bindegewebes.

Faszientraining ganz allgemein steigert Deine Flexibilität und beschleunigt die Regeneration Deiner Muskeln. Und es kann helfen, Dein Bindegewebe zu straffen. Am bekanntesten ist wohl das Training mit der Faszienrolle. Die feste Schaumstoffrolle steigert die Durchblutung der behandelten Körperteile und stimuliert Dein Bindegewebe.

Auch Dehnungen sind Teil des Faszientrainings. Dabei wird sich aber nicht nur auf einzelne Muskelpartien konzentriert. Vielmehr wird darauf geachtet, möglichst lange Muskel-Bindegewebs-Ketten zu dehnen, zum Beispiel die gesamte Körper-Rückseite. Übungen aus der Yoga-Praxis eignen sich dafür hervorragend.

  • Vergiss dabei aber keinesfalls die Aufwärmphase! So verhinderst Du Verletzungen. Das können kleine Tanzeinlagen sein oder Du läufst im Treppenhaus ein paar Mal auf und ab.
  • Beginne langsam und entwickle ein Gefühl für die Belastbarkeit Deines Gewebes.
  • Vermeide ruckartige Dehnungen und bewege Dich geschmeidig!

Bindegewebe stärken: Das solltest du vermeiden

Das Bindegewebe zu stärken ist nicht nur aus optischer Sicht sinnvoll. Da es als Schutz für Muskel und Organe dient und wichtige Nährstoffe zu unseren Zellen transportiert, tust du mit einem starken Bindegewebe auch Deiner Gesundheit etwas Gutes.

Was wenige Menschen wissen: UVA-Strahlung schwächt das Bindegewebe! Sie greift nämlich die sogenannten Fibrozyten an, die dafür zuständig sind, Bindegewebe zu bilden. Achte also auf einen ausreichenden Sonnenschutz, wenn Du Dein Bindegewebe stärken möchtest.

Auch das Rauchen und der Konsum von Alkohol sind für Deine Haut schädlich. Alkohol und Nikotin werden nicht umsonst als Giftstoffe bezeichnet. Sie verschlechtern Cellulite, begünstigen Wassereinlagerungen und bekämpfen das körpereigene Kollagen. Für ein straffes Bindegewebe solltest Du also auf Alkohol und Rauchen lieber verzichten.

Hinweis: Dieser Artikel gibt keine medizinischen oder gesundheitlichen Heilversprechen ab. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer Deinen Hausarzt!

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