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Sanft durch die Nacht: Was eine gute Bettdecke wirklich ausmacht
Bei der Wahl der richtigen Bettdecke spielen vier Faktoren eine entscheidende Rolle: Wärme, Atmungsaktivität, Gewicht und Verarbeitung. Die Wärmeleistung einer Bettdecke hängt direkt vom Füllmaterial ab und wird häufig über verschiedene Wärmeklassen eingeordnet. Manche Materialien speichern Wärme besonders effizient, andere geben sie schnell wieder ab und sorgen so für ein ausgeglichenes Schlafklima. Atmungsaktivität bedeutet, dass die Decke Feuchtigkeit – also den natürlichen Nachtschweiß Ihres Körpers – nach außen transportiert, ohne dass Sie sich dabei unwohl fühlen oder schwitzen. Das Gewicht einer Bettdecke beeinflusst, wie sie sich im Schlaf anfühlt: Zu schwer, und Sie wachen mit einem Gefühl von Enge auf; zu leicht, und das wohlige, kuschelige Gefühl bleibt aus. Die Verarbeitung, beispielsweise die Steppung, beschreibt wiederum, wie das Füllmaterial im Deckenbezug fixiert ist. Sie sorgt dafür, dass die Füllung gleichmäßig verteilt bleibt und die Bettdecke dauerhaft ihre Form behält. Wer diese vier Aspekte kennt, trifft beim Kauf die deutlich bessere Wahl.
Von Daunen bis Mikrofaser: Die beliebtesten Bettdecken-Füllungen im Überblick
Daunen: Daunendecken gehören zu den beliebtesten Varianten überhaupt – und das aus gutem Grund. Daunen sind extrem leicht, speichern Wärme hervorragend und transportieren gleichzeitig Feuchtigkeit nach außen. Sie sind ideal für alle, die ein besonders luftiges und dennoch warmes Schlafgefühl schätzen.
Federn: Federn sind robuster als Daunen und etwas schwerer. Sie bieten solide Wärme, sind jedoch weniger atmungsaktiv. Für alle, die eine etwas festere Decke bevorzugen, können Federn-Mischungen eine gute Wahl sein.
Wolle: Wolldecken regulieren die Temperatur auf natürliche Weise und nehmen Feuchtigkeit gut auf, ohne sich nass anzufühlen. Sie eignen sich besonders für Menschen, die zum Schwitzen neigen oder empfindlich auf Temperaturschwankungen reagieren. Auch Naturfüllungen wie Kamelhaar werden in diesem Zusammenhang häufig erwähnt, da sie ebenfalls für ihre temperaturausgleichenden Eigenschaften bekannt sind.
Baumwolle: Baumwolle ist atmungsaktiv, leicht und pflegeleicht – ideal für wärmere Jahreszeiten oder für alle, die eine unkomplizierte, waschbare Decke suchen. Sie bietet weniger Wärme, dafür aber angenehmen Temperaturausgleich.
Mikrofaser (Faserdecken): Faserdecken aus Mikrofaser sind eine moderne und oft allergikerfreundliche Alternative zu Naturmaterialien. Sie sind pflegeleicht, häufig maschinenwaschbar und bieten soliden Schlafkomfort zu unkomplizierten Pflegebedingungen.
Von leicht bis extra-warm – die richtige Bettdecke für jede Jahreszeit
Leicht: Ideal für warme Nächte, den Sommer oder für Menschen, die schnell schwitzen. Leichte Bettdecken eigenen sich besonders als Sommerdecke. Sie sind dünn, angenehm luftig und besonders atmungsaktiv. Medium: Die vielseitige Wahl als Übergangs- oder Ganzjahresdecke. Bettdecken mit mittlerem Wärmevermögen bieten angenehme Wärme, ohne zu schwer oder zu warm zu sein. Warm: Für kühlere Nächte, Herbst und Winter oder für alle, die schneller frieren. Warme Bettdecken speichern die Körperwärme zuverlässig und sorgen für ein gemütliches Schlafklima. Extra-Warm: Die richtige Wahl für sehr kalte Schlafzimmer oder ein besonders hohes Wärmebedürfnis. Als klassische Winterdecke bietet sie maximale Wärme und ein besonders kuscheliges Schlafgefühl – fast wie eine Winterjacke fürs Bett.
Sanft schlafen trotz Allergie: Welche Bettdecke für empfindliche Schläferinnen geeignet ist
Wer auf Hausstaubmilben, Tierhaare oder andere Allergene reagiert, muss beim Kauf einer Bettdecke besonders aufmerksam sein. Für Allergiker empfehlen sich in erster Linie Faserdecken aus Mikrofaser oder Lyocell: Beide Materialien bieten eine geschlossene Faserstruktur, in der sich Milben kaum ansiedeln können. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Pflege – die meisten dieser Decken lassen sich bei höheren Temperaturen waschen, was zusätzlich zur Hygiene beiträgt. Auch spezielle antiallergische Behandlungen, sogenannte Milbenschutz-Ausrüstungen, können sinnvoll sein: Sie verhindern, dass sich Milben im Füllmaterial festsetzen. Wer trotz Allergie nicht auf die Wärme und Leichtigkeit von Daunen verzichten möchte, kann zu speziell gereinigten und zertifizierten Daunendecken greifen, bei denen das Füllmaterial mehrfach gewaschen wurde, um Allergene zu minimieren. Achten Sie beim Kauf auf entsprechende Prüfsiegel, die eine allergikerfreundliche Verarbeitung bestätigen.
Einzel- oder Doppelbettdecke? So finden Sie die passende Größe
Die gängige Standardgröße für eine Einzelbettdecke ist 135×200 cm, was für die meisten Einzelbetten gut passt. Für Doppelbetten gibt es die Option einer großen Decke in 200×200 cm oder 240×220 cm – hier können jedoch unterschiedliche Schlafgewohnheiten oder Wärmebedürfnisse zu einem echten Kompromiss-Problem führen. Viele Paare schwören daher auf zwei separate Decken in der Einzelgröße: So schläft jeder nach seinem eigenen Rhythmus und Schlafklima, ohne die andere Person dabei zu stören. Wenn Sie alleine schlafen, aber viel Platz beim Schlafen benötigen oder sich gern einzuwickeln, kann auch eine etwas größere Decke – etwa 155×220 cm – mehr Komfort bieten. Grundsätzlich gilt: Die Bettdecke sollte an den Seiten leicht über die Matratze fallen, um optimal zu wärmen und nicht verrutschen zu müssen.
Pflegeleicht und langlebig: So halten Sie Ihre Bettdecke lange frisch
Daunendecken: Bei maximal 40 °C waschen, am besten im Schontwaschgang. Unbedingt bei niedriger Temperatur trocknen – am besten im Trockner mit Trocknerbällen, damit die Daunen wieder aufgelockert werden und sich nicht verklumpen.
Faserdecken aus Mikrofaser: Meist bei 60 °C waschbar, was sie besonders hygienisch und ideal für Allergiker macht. Im Trockner bei niedriger Stufe oder an der Luft trocknen lassen.
Wolldecken: Schonwaschgang bei 30 °C oder Handwäsche empfohlen. Nicht im Trockner trocknen – stattdessen flach liegend an der Luft trocknen, damit die Wolle ihre Form behält.
Baumwolldecken: Baumwolle ist pflegeleicht und verträgt in der Regel 60 °C im Waschgang. Gut geeignet für alle, die ihre Decke häufig waschen möchten.
Kamelhaar- und Naturhaardecken: Diese empfindlichen Materialien sollten nur chemisch gereinigt oder professionell gewaschen werden, um die natürlichen Eigenschaften zu erhalten.
Allgemeiner Tipp: Lüften Sie Ihre Bettdecke regelmäßig – am besten täglich – um Feuchtigkeit entweichen zu lassen und Milben keine Chance zu geben. Ein Bettdeckenschoner schützt zusätzlich die Füllung und verlängert die Lebensdauer Ihrer Decke spürbar.
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