📧 Jetzt für unseren Newsletter anmelden und 20% Rabatt auf Ihre nächste Bestellung sichern! 📧
Stoffarten, Materialien und Fasern im Überblick: Eigenschaften & Pflegetipps
Baumwolle, Viskose, Modal und Polyester – diese bekannten Textilfasern sind wohl jedem Modeliebhaber bekannt. Aber was steckt eigentlich dahinter? In unserem großen Ratgeber über Materialien und Qualitäten erfahren Sie mehr über die Eigenschaften natürlicher und chemischer Fasern sowie hilfreiche Pflegetipps.
Inhalt
1. Natürliche Fasern
Als natürliche oder Naturfasern bezeichnen wir alle Fasern, die aus natürlichen Quellen stammen. Das können beispielsweise Pflanzen, Tiere oder auch mineralische Fasern sein. Um sie weiter zu verarbeiten sind keine synthetischen Prozesse nötig. Das unterscheidet sie von den Chemiefasern. Naturfasern werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und sind deshalb auch kompostierbar.
Baumwolle

Baumwolle
Baumwolle ist eine pflanzliche Faser und wird aus der Baumwollpflanze, einem Malvengewächs, gewonnen. Sie ist eine der beliebtesten Naturfasern in der Modeindustrie. Die wohl bekannteste Baumwollart trägt den Zusatz “Mako” und gilt als besonders hochwertig: Die Fasern sind besonders lang und damit sehr glatt und wunderbar weich. Nur Baumwollfasern aus Ägypten dürfen mit Mako-Baumwolle bezeichnet werden. Ebenfalls eine besonders hochwertige Baumwoll-Art ist die Pima-Baumwolle. Sie wird hauptsächlich in Peru und einigen Staaten der USA angebaut und ist eine der längsten und feinsten Baumwollfasern. Sie überzeugt mit mattem Glanz und einer äußerst glatten Oberfläche.
Leinen

Leinen
Ein echter Klassiker in der Welt der Stoffe ist Leinen. Gewonnen wird die Naturfaser aus den Stängeln der Flachsfaser und besteht zu etwa 70% aus Zellulose, der Rest setzt sich aus Pflanzenleim und Wachsen zusammen.
2. Tierische Fasern
Wolle

Wolle
Wolle ist eines der ältesten Materialien, aus denen Kleidung hergestellt wird. Als Wolle bezeichnet man die weichen Haare des Fells der Tiere. Hauptsächlich wird Wolle von Schafen gewonnen. Doch Wolle ist nicht gleich Wolle: Als Schurwolle bezeichnet man Wolle, die ausschließlich aus der Schur von lebenden Tieren gewonnen wird. Reißwolle dagegen bezeichnet ein Recyclingprodukt, das aus Alttextilien besteht.
Kaschmir

Kaschmir
Kaschmir wird von der Wolle der Kaschmirziege gewonnen und ist aufgrund seiner feinen Fasern und der aufwändigen Produktionsbedingungen eine der wertvollsten und teuersten Naturfasern überhaupt.
Seide

Seide
Seide ist eines der wertvollsten Materialien in der Textilindustrie und wird aus dem Kokon der Seidenspinnerraupe gewonnen. So aufwändig die Herstellung ist, so empfindlich ist auch das Material selbst. Deshalb wird Seide häufig auch mit anderen Materialien wie Baumwolle oder Leinen gemischt. So wird sie etwas pflegeleichter und profitiert von den positiven Eigenschaften der anderen Materialien.
Leder

Leder
Leder ist eine durch Gerbung chemisch haltbar gemachte Tierhaut, deren natürliche Struktur weitgehend erhalten geblieben ist. Kein Stück gleicht hier dem anderen, es gibt verschiedene Lederarten mit unterschiedlichen Optiken. Als Glattleder bezeichnet man alle Lederarten, deren Narbenseite außen liegt und bei denen man die Narbung gut erkennen kann. Diese Seite kann anschließend auch veredelt werden. Ein gutes Beispiel ist Lackleder, das auf der Oberseite lackiert wurde und deshalb stark glänzt. Nappaleder bezeichnet ebenfalls eine Glattleder-Art, die besonders weich ist. Meist stammt Nappaleder übrigens von Lamm oder Kalb. Das Gegenteil ist Rauleder. Hier wird die Gebrauchsseite geschliffen bzw. angeraut und es entsteht eine samtige Oberfläche. Die geschliffene Außen- oder Narbenseite bezeichnet man als Nubukleder, die Innen- oder Fleischseite als Veloursleder.
3. Chemiefasern (Synthetische und zellulosische Fasern)
Unter Chemiefasern versteht man Fasern, die chemisch produziert werden. Da der Bedarf an Textilien nicht allein durch Naturfasern wie Baumwolle gedeckt werden kann, wird ein großer Anteil der Stoffe auf dem Markt aus zellulosischen und synthetischen Chemiefasern hergestellt. Wir erklären Ihnen, was hinter den folgenden Kunstfasern steckt.
Viskose

Viskose
Viskose ist eine zellulosische Chemiefaser – das heißt, sie wird aus einem natürlichen Rohstoff (aus Zellulose, die aus verschiedene Holzsorten wie Bambus, Fichte, Buche oder Eukalyptus gewonnen wird) chemisch hergestellt. So spricht man bei Viskose von einem halbsynthetischen Rohstoff. Bekannt ist die beliebte Stoffart außerdem als „Kunstseide“, da sie einen besonders weichen, geschmeidigen Griff hat.
Ecovero ist eine Viskosefaser des österreichischen Faserherstellers Lenzing. EcoVero wird ausschließlich aus zertifizierten Hölzern mit FSC- und PEFC-Zertifizierung hergestellt. Dank innovativer Produktionsprozesse werden etwa 50% weniger Wasser und Energie als bei der Herstellung herkömmlicher Viskose verbraucht.
Lyocell (Tencel)

Lyocell
Lyocell wird aus dem natürlichen Stoff Zellulose (meist aus dem Zellstoff von Eukalyptus- und Buchenholz) hergestellt und dann synthetisch weiterverarbeitet. Deshalb gehört sie, wie auch Viskose, zu den natürlichen, zellulosischen Chemiefasern. Lyocellfasern der Marke Tencel werden ausschließlich von der Firma Lenzing hergestellt. Sie wirbt mit einem besonders umweltschonenden Herstellungsprozess aus nachhaltig bezogenem Holz aus naturnahen Wäldern und nachhaltig bewirtschafteten Plantagen. Die Tencel-Lyocell-Fasern sind mit der BioPreferred-Bezeichnung des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) ausgezeichnet.
Modal

Modal
Die Kunstfaser Modal wird aus natürlichen Zellulose Fasern (Rohstoff: Buchenholz) chemisch hergestellt und gilt wegen ihrer baumwollähnlichen Eigenschaften als Alternative zur beliebten Naturfaser. Da Modal sehr hautfreundlich und trageangenehm ist, wird die Stoffart oft für Textilien verwendet, welche hautnah getragen werden wie zum Beispiel Wäsche, Nachtwäsche, Blusen, Kleider, etc.
Polyacryl

Polyacryl
Polyacryl ist eine synthetische Chemiefaser und wird oftmals als wollähnlicher, bauschiger Stoff beschrieben. Da Textilien aus oder mit Polyacryl wärmen, ist die Faser optimal für Strickwaren, synthetische Pelze oder Decken geeignet.
Polyamid

Polyamid
Die synthetische Chemiefaser wird beispielsweise eingesetzt bei der Herstellung von Feinstrumpfhosen, Möbelbezugstoffen, Polsterbezügen, Miederwaren, Unterkleidern oder Badebekleidung. Denn Stoffe aus Polyamid sind besonders widerstandsfähig und sitzen wie eine zweite Haut.
Polyester

Polyester
Die wohl bekannteste Synthetikfaser wird ebenfalls chemisch produziert und dient häufig als Mischfaser für Baumwolle, Elasthan, Wolle, etc. Polyester -Stoff ist besonders langlebig und herrlich pflegeleicht.
Elasthan

Elasthan
Elastisch, formstabil und superbequem: die synthetische Chemiefaser Elasthan sorgt als Mischfaser in Kombination mit anderen Textilrohstoffen wie Baumwolle für perfekte Passformen, herrlichen Tragekomfort und angenehme Bewegungsfreiheit. Perfekt für Bademode, Miederwaren, Sportbekleidung, Freizeithosen, und vieles mehr.
4. Ratgeber
Welches Material eignet sich für mich?
Wer auf der Suche nach möglichst unkomplizierten, pflegeleichten und knitterfreien Materialien ist, sollte zu Fasermischungen aus Baumwolle oder Modal mit Elasthan oder Polyester greifen.
Als besonders kühlend und daher im Sommer äußerst trageangenehm sind Textilien mit hohem Leinen- oder Viskoseanteil.
Besonders verträglich: Wer auf trageangenehme Hautschmeichler und Verwöhn-Qualitäten setzt, sollte zu Textilien aus Lyocell und EcoVero oder zu Stoffen mit hohem Baumwoll-, Modal-, Viskoseanteil greifen. Materialien aus nachhaltigen Fasern sind besonders weich und hautfreundlich.
Welches Material eignet sich zu bestimmten Anlässen?
Für echte Glanzauftritte eignen sich Kleider und Blusen aus Seide und Modal.
Textilien mit hohem Leinenanteil sorgen für ein erfrischendes Tragegefühl – perfekt für zum Beispiel Unternehmungen im Sommer. Leinen kann aber auch bei feinen Anlässen getragen werden.
Für Sportler und Outdoor-Abenteurer eignen sich Stoffe, die feuchtigkeitsregulierend atmungsaktiv sind wie zum Beispiel Mischgewebe aus Polyester und Baumwolle oder Merinowolle.
Textilien aus oder mit Wolle oder alternativ aus Polyacryl wärmen besonders – und sind daher perfekt für Unternehmungen an kalten Tagen.